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LEXIKON

Ziegelei

Werk zur Herstellung von Erzeugnissen aus gebranntem Ton (Ziegeleierzeugnisse). Der Standort der Ziegeleien ist an das Rohstoffvorkommen gebunden. Nur bei sehr hochwertigen Produkten kann ein Antransport von Ton (z. B. Zusatztone) noch wirtschaftlich sein. Das fast immer im Tagebau gewonnene Rohmaterial ist im Grubenzustand noch nicht verformbar und wird, im Allgemeinen nach Zwischenlagerung, im Rahmen der Nass- oder Trockenaufbereitung stufenweise zerkleinert und gemischt. Die Formgebung der plastischen Massen geschieht für Mauerziegel aller Art, Strangdachziegel, Hohlkörper durch Strangpressen. Der kontinuierlich geförderte Strang erhält seine Form durch entsprechende Mundstücke und wird automatisch abgelängt. Pressdachziegel und Formstücke werden aus vorgeformten Batzen auf Revolverpressen geformt. Auch Trockenpressverfahren kommen zur Anwendung, z. B. für Klinker und Bodenplatten. Das Wasser wird in warmluftgeheizten Trockenanlagen (Kammer-, Tunnel-, Düsentrockner) entzogen. Die standfesten Formlinge werden, auf Ofenwagen gesetzt, in meist kontinuierlich arbeitenden Tunnelöfen mit ortsfester Brennzone in einem genau auf die Rohmasse abgestimmten Verfahren bei Temperaturen um 1000 °C oder 1300 °C (Sinterbrand) gebrannt.
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