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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE
Mobbing:
Der Begriff für Psychoterror am Arbeitsplatz wurde aus dem englischen
to mob
„anpöbeln“, „herfallen über“, „sich stürzen auf“ eingedeutscht und existiert hier seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts als Fachbegriff für ein Phänomen, das freilich viel älter ist. Gemeint ist damit das Abstempeln eines Einzelnen als Sündenbock, der dann durch gezielte soziale Ausgrenzung der
Mobber
kaltgestellt wird. Durch
Mobbingaktionen
wie Beleidigungen, Diffamierungen, Drohungen oder völliges Ignorieren wird dabei permanenter Druck auf das
Mobbingopfer
ausgeübt. Die Konsequenzen für den Betroffenen reichen von der Aufgabe des Arbeitsplatzes über Krankheiten bis hin zu Selbstmord. Auch die wirtschaftlichen Folgen des
Mobbing
sind erheblich. Mit dem Phänomen beschäftigen sich Mediziner und Soziologen gleichermaßen. Statistiken zufolge erleben in Deutschland 1,5 Millionen der 35 Millionen Beschäftigten
Mobbing
am Arbeitsplatz, zu dessen Ursachen nicht zuletzt wirtschaftliche Krisen und daraus resultierender Stellenabbau bei steigender Arbeitslosigkeit gerechnet werden.
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