Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
schwul
schwul〈
Adj.
, o. Steig.; ugs.〉homosexuell;
sie hat einen ~en Freund
schwul:
Die Bezeichnung für einen homosexuellen Mann hatte ursprünglich etwas mit dem Wetter zu tun: Im 17. Jahrhundert wurdein der Bedeutung „drückend warm“, „heiß“ verwendet und fand auch Eingang in die Literatursprache. Es kommt von dem niederdeutschen Wortbzw. dem gleichbedeutenden niederländischen. Im 18. Jahrhundert setzte sich dann die umgelautete Formin Analogie zu dem Gegenbegriffdurch.
Die umlautlose Formerscheint um 1900 in der Umgangssprache in der Bedeutung „homosexuell“. Diese Bedeutungsübertragung hat dann auch die spätere Wendung „warmer Bruder“ beeinflusst. Der Ausdruckgalt lange Zeit als derb, war abwertend gemeint und wurde auch so verstanden. Zu einem Konnotationswandel kam es in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als das Wort zunehmend von Homosexuellen zur Eigenbezeichnung gebraucht wurde. Heute wird es allgemein weitgehend wertneutral verwendet.
Aus der Studentensprache des frühen 19. Jahrhunderts stammt der umgangssprachliche Ausdruckfür „Schwierigkeit“, „Verlegenheit“, „Bedrängnis“, der vonhergeleitet war (wenn man vor Schwierigkeiten ins Schwitzen kam).
Die umlautlose Formerscheint um 1900 in der Umgangssprache in der Bedeutung „homosexuell“. Diese Bedeutungsübertragung hat dann auch die spätere Wendung „warmer Bruder“ beeinflusst. Der Ausdruckgalt lange Zeit als derb, war abwertend gemeint und wurde auch so verstanden. Zu einem Konnotationswandel kam es in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als das Wort zunehmend von Homosexuellen zur Eigenbezeichnung gebraucht wurde. Heute wird es allgemein weitgehend wertneutral verwendet.
Aus der Studentensprache des frühen 19. Jahrhunderts stammt der umgangssprachliche Ausdruckfür „Schwierigkeit“, „Verlegenheit“, „Bedrängnis“, der vonhergeleitet war (wenn man vor Schwierigkeiten ins Schwitzen kam).
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