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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

drücken

drụ̈|cken
V.
1, hat gedrückt
I.
mit Akk.
1.
etwas oder jmdn. d.
a)
fest umschließen oder fest berühren und Druck
(I 1)
ausüben;
einen Hebel, Knopf d.; jmdn. d.
jmdn. herzlich umarmen;
jmdm. die Hand d.; jmdn. an sich d.
b)
Jägerspr.
Wild d.
Wild in der Dickung ohne Lärm treiben
c)
durch Druck
(I 1)
an eine Stelle bringen;
das Taschentuch auf eine Wunde, an die Augen d.; jmdn. zu Boden, an die Wand d.
2.
etwas d.
a)
Jargon
einspritzen;
Rauschgift d.
b)
etwas an, auf, in etwas d.
etwas mit Druck
(I 1)
auf etwas einwirken lassen;
einen Stempel auf ein Papier d.; jmdm. einen feuchten Kuss auf die Stirn d.
c)
etwas aus etwas d.
etwas durch Druck aus etwas herauslösen;
Saft aus einer Zitrone d.; einen Splitter aus einer Wunde d.; sich das Wasser aus den Haaren d.
3.
jmdn. d.
auf jmdn. Druck ausüben, jmdn. sich nicht frei entfalten, nicht frei arbeiten lassen;
jmdn. im Gehalt d.
jmdm. weniger Gehalt zahlen als man ihm vom Prinzip her zahlen müsste
II.
o. Obj.
1.
schwer lasten;
die Schwüle drückt
2.
einen Druck ausüben;
mein rechter Schuh drückt; fest, kräftig d.; eine Speise drückt im Magen; die Stimmung dort drückt aufs Gemüt
ugs.
3.
beengen, beklemmen;
der Schuh drückt an der Ferse
III.
refl.
sich d., sich vor, von, um etwas d.
einer Aufgabe, Arbeit aus dem Weg gehen, sich ihr entziehen
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