Wissensbibliothek
Warum musste eine neue Notenschrift her?
Weil die musikalischen Strukturen immer komplexer geworden waren – eine verbesserte Notenschrift war unumgänglich, weil die Neumen zur grafischen Fixierung nicht mehr ausreichten. Schon um die Jahrtausendwende hatte der Benediktinermönch Guido von Arezzo die Notationstechnik mit der Einführung eines Systems von vier Linien im Abstand einer Terz revolutioniert und die Benennung der Töne nach Buchstaben erweitert.
Mit römischen Quadratnoten oder gotischen Hufnagelnoten, die die Neumen ersetzten, war die Tonhöhe jetzt eindeutig zu bezeichnen. So wurden in der Choralnotation die Quadratnoten rhythmisch frei eingesetzt, während die im 13. Jahrhundert folgende Modalnotation Ligaturen (Notenverbindungen) einführte, die sechs rhythmische Modi fixieren konnte.
Von Farben, Flecken und wichtigen Fragen
Oft heißt es in der Wissenschaft: Wichtiger als Antworten zu finden, ist es, die richtigen Fragen zu stellen. Denn nur die richtigen Fragen ebnen den Weg zu echten Antworten – indem sie Tür und Tor zu klaren Experimenten öffnen, deren Resultate zu wichtigen neuen Erkenntnissen führen. Doch genau darin liegt der entscheidende...
Egoistische Einzelgänger
Biologen sind den Mechanismen der Entstehung von Krebs seit Jahrzehnten auf der Spur. Sie machen immer mehr Eigenschaften von Tumorzellen dingfest. von CLAUDIA EBERHARD-METZGER Es sei für ihn ein Albtraum, würde man ihn nach einer Definition von Krebs fragen. Kein Geringerer als Rudolf Virchow hat das gesagt – dabei hatte der...