Wissensbibliothek
Warum musste eine neue Notenschrift her?
Weil die musikalischen Strukturen immer komplexer geworden waren – eine verbesserte Notenschrift war unumgänglich, weil die Neumen zur grafischen Fixierung nicht mehr ausreichten. Schon um die Jahrtausendwende hatte der Benediktinermönch Guido von Arezzo die Notationstechnik mit der Einführung eines Systems von vier Linien im Abstand einer Terz revolutioniert und die Benennung der Töne nach Buchstaben erweitert.
Mit römischen Quadratnoten oder gotischen Hufnagelnoten, die die Neumen ersetzten, war die Tonhöhe jetzt eindeutig zu bezeichnen. So wurden in der Choralnotation die Quadratnoten rhythmisch frei eingesetzt, während die im 13. Jahrhundert folgende Modalnotation Ligaturen (Notenverbindungen) einführte, die sechs rhythmische Modi fixieren konnte.
Das finstere Mittelalter
Es gab im Mittelalter verschiedene Leuchtmittel, doch sie waren eine Frage des Geldes. von Rolf Heßbrügge Das Bild vom finsteren Mittelalter hält sich hartnäckig, obwohl Historiker diese Zeit heute differenzierter sehen. Doch schon die Menschen der Renaissance grenzten sich mit der Wiederbelebung des Glanzes der Antike von den „...
Besser als ihr Ruf
Quallen haben ein mieses Image. Dabei sind sie für das Leben in den Ozeanen von großer Bedeutung. von TIM SCHRÖDER Eigentlich hatte Charlotte Havermans geplant, täglich mit der „Teisten“ – einem kleinen Forschungskutter mit Bordkran und Seilwinde – hinaus auf den Kongsfjord vor Spitzbergen zu fahren. Sie hatte schon einige Tage...