Wahrig Herkunftswörterbuch
Bart
Der Bart steht in Redensarten nicht selten für den Mann oder für seine Würde, aber auch für Altes oder aber – ganz konkret – für das Kinn, wie in jemandem Honig um den Bart schmieren oder einem um den Bart gehen „jemandem mit gewissen Absichten schmeicheln“. Beim Barte wird geschworen (vgl. die alte Wendung bei meinem Barte „bei meiner Ehre“), aber man streitet sich auch um des Kaisers Bart, also um Dinge, die einen Streit nicht wert sind. Der als müßig empfundene wissenschaftliche Streit darüber, ob die römischen Kaiser, Karl der Große oder Friedrich Barbarossa („Rotbart“) tatsächlich bärtig waren, ist eine Erklärung der Wendung, die andere führt das lat. de lana caprina rixari „um Ziegenwolle streiten“ als Ausgang für die Wendung um den Geißenbart streiten an, die ihrerseits volksetymologisch zu um des Kaisers Bart streiten geworden sei.
Wissenschaft
Proteine im Blut verraten Alter unseres Gehirns
Wie schnell wir altern, ist individuell unterschiedlich. Im Alter steigt jedoch bei uns allen das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz. Neurobiologen haben nun 13 Proteine in unserem Blut identifiziert, die mit der Alterung unseres Gehirns in Verbindung stehen. Im Laufe des Lebens verändern sich demnach die...
Wissenschaft
Komplexe Tätowierungen auf Mumien in Peru entdeckt
Tattoos sind ein uralter und bis heute beliebter Körperschmuck. In der präkolumbischen Chancay-Kultur in Südamerika hatten sie offenbar eine größere Bedeutung als bislang gedacht. Denn auf der Haut von rund 1 200 Jahre alten Mumien aus Peru haben Forschende feingliedrige Tätowierungen aus komplexen Mustern entdeckt. Die Tinte war...