Wahrig Herkunftswörterbuch
Osterhase
Heutzutage kennt in Deutschland und den deutschsprachigen Ländern jedes Kind den Osterhasen als Geschenkbringer, doch in früheren Zeiten hatte er je nach Region unterschiedliche eierlegende Konkurrenten – in Hannover den Fuchs, in Oberbayern das Osterlamm, in Thüringen den Storch, an der Grenze zu Holland den Ostervogel oder Kranich und in einigen Schweizer Gegenden gar den Kuckuck. In weiten Teilen des deutschen Sprachraums jedoch waren es Hühnervögel, die die Eier versteckten: die Osterhenne oder – ebenso unpassend wie der Hase, aber fast genauso häufig anzutreffen – der Hahn. Obwohl er schon 1682 in einem gegen den übermäßigen Genuss von Ostereiern gerichteten Text des Arztes Georg Frank erwähnt wird, setzte sich der Osterhase erst nach 1850 in diesem sprachlichen Rennen durch. Wieso ausgerechnet der Hase Eier bringt, ist nicht geklärt, aber es ist zu vermuten, dass hier zwei alte (heidnische) Fruchtbarkeitssymbole verschmolzen sind – das schon im alten Ägypten verehrte Ei und der sich munter fortpflanzende Hase, dessen Fertilität bereits die Römer bewunderten.
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