Wahrig Herkunftswörterbuch
Kantersieg
Im Sport ist heute des Öfteren von Kantersiegen die Rede, wenn „leichte, überragend hohe Siege“ gemeint sind, also etwa ein 9:0 im Fußball und ein 42:12 im Handball. Dieses Wort ist seit dem 20. Jahrhundert im Deutschen anzutreffen, und der erste Bestandteil hat seine Wurzel im Wort Kanter, das aus dem
engl.
canter „leichter Galopp“ entlehnt wurde. Im Englischen heißt win in a canter heute „mühelos gewinnen“, in a canter kann aber in der Bedeutung „mühelos“ auch mit anderen Verben verbunden werden. Ursprung des engl. Wortes ist wohl Canterbury gallop, womit der leichte Galopp gemeint ist, den die Wallfahrer anschlugen, wenn sie zu Pferde nach Canterbury pilgerten. Canterbury war der bedeutendste Wallfahrtsort Englands, seit man den Erzbischof Thomas Becket Ende 1170 dort ermordet hatte, der drei Jahre darauf heiliggesprochen wurde.
Wissenschaft
Rettungsanker fürs Herz
Telemedizin wird in diesem Jahr zu einer Kassenleistung: Herzkranke können sich dann digital überwachen lassen. von Susanne Donner Dieter Thurm erinnert sich gut an das Jahr 2016, als er für zwölf Monate medizinisch fernüberwacht wurde. „Ich habe mich viel sicherer gefühlt“, sagt der heute 69-jährige Rentner, der mit seiner Frau...
Wissenschaft
Quanten-Diamanten
Sogenannte Fehlstellenzentren in Diamanten brillieren mit vielen vorteilhaften Eigenschaften. Das macht sie begehrt für den Einsatz in Quantencomputern, Quantennetzwerken und Quantensensorik. von DIRK EIDEMÜLLER Diamanten glänzen nicht nur in der Auslage beim Juwelier, auch in der Forschung machen sie eine gute Figur. Ihre...