Wahrig Herkunftswörterbuch

Krokodilstränen
Seit dem 15. Jh. existiert die Redewendung Krokodilstränen vergießen „falsche Tränen vergießen“ im Deutschen. In mittelalterlichen Sagen dichtete man dem Krokodil an, dass es Menschen mit Klagelauten anlocke und dann auffresse. Manche vermuten den Ursprung dieses Motivs in der griech. Mythologie und führen die Harpyien an, die sich in Zeus' Auftrag an Menschen weideten. Aber auch die Sirenen in der Odyssee (oder die Lorelei in der deutschen Sage) locken mit Lauten an und bringen Verderben. Dagegen meinte Konrad von Megenberg, Verfasser des Buches des Natur, im 14. Jh., das Krokodil fresse erst den Menschen auf, um ihn anschließend zu betrauern. Damit hatte er nicht ganz Unrecht, auch wenn sich die Tränen nicht nur beim Verspeisen von Menschen zeigen: Beim weiten Öffnen des Maules (etwa zur Aufnahme von Nahrung) tritt infolge von Druck Flüssigkeit aus den Tränendrüsen aus.
forschpespektive_NEU.jpg
Wissenschaft

Paradoxe Genome

Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...

Phaenomenal_NEU.jpg
Wissenschaft

Die Mär von den todbringenden Hornissen

Hornissen werden oft für gefährliche Bestien gehalten. Warum man vor den Tieren im Normalfall aber eigentlich gar keine Angst zu haben braucht, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. „Drei Hornissenstiche töten einen Menschen und sieben ein Pferd“. Mit dieser Warnung jagen Eltern ihren Kindern noch heute eine gewaltige Angst vor den...

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon