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War Tschingis Chan nur ein brutaler Krieger?
Nein. Tschingis Chan, als Held verehrt, als unerschrockener Krieger gefürchtet, war nicht nur der mordende Barbar des Mongolenreichs, sondern auch ein erfolgreicher Eroberer, wie es ihn bis zu diesem Zeitpunkt in der Weltgeschichte noch nicht gegeben hatte und in der Folge auch nicht mehr geben sollte. Er schaffte es, erbittertsten Feinden unter den Nomadenvölkern zu trotzen, die Mongolenstämme zu einen und in kürzester Zeit eine Weltherrschaft aufzubauen.
Verschiedene Zeichen deuteten bereits bei seiner Geburt auf seine besondere Rolle hin. Als er zwischen 1155 und 1167 das Licht der Welt erblickte, nicht weit südlich vom heutigen sibirischen Baikalsee entfernt, soll ein Adler am Himmel über dem elterlichen Zelt seine Kreise gezogen haben. Der Junge, so heißt es, habe einen Klumpen geronnenen Blutes, rot wie Rubin, in den Händen gehalten. Die Schamanen deuteten das als gutes Omen, sahen ihn schon als den großen Krieger. Womit sie Recht behalten sollten. Der Neugeborene erhielt den Namen Temudschin (Schmied). Altem Brauch zufolge wurden die Kinder nach dem wichtigsten Ereignis zum Zeitpunkt ihrer Geburt benannt. Und der Vater hatte gerade erfolgreich Temudschin, den Anführer der verhassten Tataren, geschlagen.
CO2-Fußabdruck von Reichen wird unterschätzt
Durchschnittlich 10,3 Tonnen CO2-Emissionen im Jahr verursachen die Deutschen pro Kopf. Aber wie verteilen sich die individuellen CO2-Emissionen auf die verschiedenen Einkommensgruppen? Diese Frage – angepasst auf das jeweils eigene Land – haben Forschende jeweils 1000 Menschen aus Dänemark, Indien, Nigeria und den USA gestellt....
Vom Naturstoff zur Arznei
Tiere und Pflanzen sind bis heute die wichtigste Quelle für Arzneien. Naturheilkunde und moderne Medizin stehen sich deshalb viel näher, als es ihr gegensätzliches Image vermuten lässt. von SUSANNE DONNER Dem gefriergetrockneten Leichnam sahen die Forschenden es nicht gleich an: Aber Ötzi war ein kranker Mann. Im Magen entdeckten...