Wahrig Herkunftswörterbuch
Pergament
Die in der heutigen Türkei gelegene, einstmals griechische Stadt Pergamon gab dem Pergament seinen Namen. Lateinisch als charta Pergamena bekannt, bezeichnete man mit diesem Begriff Tierhaut, die so dünn verarbeitet worden war, dass man darauf schreiben konnte. Bereits im 2. Jahrhundert vor Christus nutzte man dieses Verfahren, während man andernorts noch Schrift in Steine meißelte – oder auf Papyrus verewigte. Papyrus behauptete sich recht lange gegen den neuen Schriftträger, erst 300 nach Christus konnte das Pergament es vollständig ablösen. Das lag vermutlich auch an seinen praktischen Vorteilen: Während Papyrus nur auf einer Seite beschriftet werden kann, ist Pergament beidseitig beschreibbar. Darüber hinaus konnte man auch bereits Geschriebenes abkratzen und so das Material für andere Schreibzwecke verwenden. Bis zum 16. Jahrhundert konnte sich das Pergament behaupten, dann lief ihm im Zusammenhang mit dem immer weiter verbreiteten Buchdruck ein neues Material mit einem vertraut klingenden Namen den Rang ab: das Papier, das seinen Namen vom Papyrus übernahm.
Wissenschaft
Fossilfund belegt weite Verbreitung des Paranthropus
Der Paranthropus war ein Verwandter unserer vormenschlichen Vorfahren. Jetzt haben Forschender mehr als 1000 Kilometer nördlich des bisher angenommenen Verbreitungsgebiets einen fossilen Kiefer gefunden, der sich eindeutig dem Paranthropus zuordnen lässt. Damit reiht sich auch diese Gattung in die zahlreichen Homininen ein, die...
Wissenschaft
Im Wald, da sind die Räuber
Wolf, Braunbär, Luchs – die großen Landraubtiere sind zurück in Deutschland. Und mit ihnen kam der Goldschakal, der sich ebenfalls anschickt zu bleiben. von Christian Jung Nachdem sie vielerorts schon fast oder ganz ausgerottet waren, haben Europas große Raubtiere den Kontinent neu erobert. Das belegen Studien von Forschern um...