Wahrig Herkunftswörterbuch
Quarantäne
1.
Absonderung ansteckungsverdächtiger Personen oder Tiere
2.
eigtl.:
vorgeschriebene Wartezeit für einreisende Personen und eingelaufene Schiffe, die aus krankheitsverseuchten Gegenden kommen
♦
aus
frz.
quarantaine „Anzahl, Summe von vierzig; vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern; vierzigtägige Absonderung bei Ansteckungsverdacht“, zu frz.
quarante „vierzig“, über vulgärlat.
quarranta aus lat.
quadraginta „vierzig“; am Ende des 14. Jh. wurde in den oberital. Häfen zur Abwehr der Pest eine Wartezeit von 30 Tagen für einlaufende Schiffe eingeführt, die jedoch vorsichtshalber bald auf 40 Tage erhöht wurde; man konnte bei dieser Erhöhung auf eine religiöse Tradition zurückgreifen, da in der Bibel der Zeitraum von 40 Tagen eine große Rolle spielt, z. B. zogen sich Moses und Jesus zum Fasten 40 Tage in die Wüste zurück
Wissenschaft
Moderne Sisyphusse
Experimentelle Forschung braucht Geld. Manchmal viel Geld. Wenn man als Wissenschaftler an einem nicht industriellen Forschungsinstitut arbeitet – also beispielsweise einer Universität oder einem Max-Planck-Institut –, spendieren hierzulande in aller Regel steuerfinanzierte Fördergeber wie das Bundesforschungsministerium, die...
Wissenschaft
Die Eroberung des Himmels
Wie Insekten, Vögel und Fledermäuse das Fliegen lernten – und welche Vorteile sie aus dem Vorstoß in neue Gefilde zogen. Von RALF STORK Im Laufe der Zeit hat die Evolution ein paar fundamentale Grenzen verschoben. Als erste, unübertroffen, die Entstehung des Lebens selbst: Erst gab es nichts außer ein paar Aminosäuren und...