Wahrig Herkunftswörterbuch

Smog
Aus den
englischen
Wörtern smoke „Rauch“ und fog „Nebel“ ist das Kunstwort Smog gebildet. Als solchen bezeichnet man seit etwa 100 Jahren eine starke, deutlich sichtbare Luftverschmutzung. Bereits 1905 verwendete der Arzt Harold Antoine Des Voeux den Begriff erstmals, der 1909 durch Berichte über mehr als 1 000 Smog–Tote in den großen schottischen Städten Edinburgh und Glasgow allgemeine Verbreitung im englischen Sprachgebiet fand. Damals hatten die Abgase aus Kohleheizungen und Industriebetrieben in Verbindung mit dem natürlichen Nebel ein tödliches Gemisch gebildet. Seit etwa 1960 wird das Wort auch in Deutschland für sämtliche stark belastenden Luftverschmutzungsarten gebraucht. Es gibt zwei Arten von Smog: Der Wintersmog der Ballungsgebiete entsteht bei hoher Luftfeuchtigkeit und starker Schwefeloxidemission sowie bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und bringt eine hohe Schadstoffkonzentration in der Atemluft mit sich. Der Sommersmog hingegen ist ein Ergebnis starker Sonneneinstrahlung, durch die Abgase auf fotochemischem Weg zu Schadstoffen werden, etwa zu dem für den Menschen schädlichen Ozon.
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