Wissensbibliothek
Was war der Ikonoklasmus?
Dem Ikonoklasmus (der Begriff leitet sich ab von griechisch eikon für Bild sowie kloein für zerstören) oder Bildersturm fiel in der Hagia Sophia ein Großteil der frühbyzantinischen Tafelbilder, Mosaiken und Fresken zum Opfer. Dazu zählen Darstellungen von Christus als Weltenherrscher in der Kuppel und von zwei der Seraphim in den Hängezwickeln darunter. Der Bilderstreit basiert auf dem 726 von Kaiser Leon III. ausgesprochenen und von seinen Anhängern vehement durchgesetzten Verbot der Bilderverehrung. Es wurde erst 787 nach der Thronbesteigung Kaiserin Irenes wieder außer Kraft gesetzt und lebte kurzfristig im 9. Jahrhundert noch einmal auf.
Das Matrjoschka-Multiversum
Besteht der Kosmos aus zahllosen Universen – in Schwarzen Löchern ineinander geschachtelt wie bei russischen Puppen? von RÜDIGER VAAS Dass unser Universum in etwas Umfassenderes eingebettet sein könnte, ist ein alter Gedanke. Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat beispielsweise schon vor 1662 überlegt, ob...
Kontaktfreudiger Erdkern
Aus dem Kern unsere Planeten sickert langsam Material in den Erdmantel ein. Das lässt sich an der Zusammensetzung des Edelmetalls Ruthenium aus Vulkangestein ablesen. von DIRK EIDEMÜLLER Tief im Innern der Erde ruht eine gewaltige Kugel aus Eisen: der Erdkern. Er ist innen fest und in seinen äußeren Bereichen flüssig. Das ist aus...