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War Konstantins christliche Bekehrung echt?

Darüber streiten sich die Gelehrten. Angeblich hatte Konstantin in der Nacht vor der Entscheidungsschlacht am 27. Oktober 312 einen Traum: Darin sieht er ein Lichtkreuz, darunter die Worte »In diesem Zeichen wirst du siegen!«. In aller Eile lässt er das Christusmonogramm auf den Schilden seiner Soldaten anbringen, zieht in die Schlacht – und siegt!

Kaum je ist ein Traum in der Geschichte so heftig diskutiert worden, hat vergleichbare Konsequenzen für die Entwicklung des gesamten Abendlands gezeitigt. Hatte Konstantin tatsächlich eine christliche Vision? War es vielleicht Einbildung, verständlich in einer derart angespannten Situation? Oder hatte gar der orientalische Sonnengott Mithras dem Schlafenden sein strahlendes Symbol gesandt?

Belegt ist, dass sich Konstantin damals noch nicht zum Christentum bekannte, ihm dessen tiefere Inhalte wohl auch nicht vertraut waren. Andererseits weiß man, dass er wie sein Vater keinerlei Animositäten gegen die junge Religion hegte. Ob er schon damals den innenpolitischen Nutzen einer ausgezeichnet organisierten, stark hierarchisch gegliederten Gemeinschaft erkannt hatte?

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