Wissensbibliothek
Wie kam Gauguin zum Symbolismus?
Gauguin, der zunächst vom Impressionismus fasziniert war, entwickelte nach der Rückkehr von seinem Panama-Aufenthalt – nicht zuletzt unter dem Einfluss japanischer Farbholzschnitte – den Malstil, den er bis zu seinem Tod beibehalten sollte: reine leuchtende Farben, die nicht mehr der Gegenstandsfarbe entsprechen, flächige Formen, betont durch dunkle Konturen. Nicht die Impression eines flüchtigen Augenblicks in der Natur wollte er einfangen (wie die Impressionisten), seine Bilder sollten das Innere des Menschen zeigen. Farbe ist für ihn symbolisierende Kraft, alles Dargestellte ist Symbol, Vision, soll Imagination wecken und Meditation bewirken und verweist zugleich auf Gedanken- und Glaubenswelten, auf die vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Natur.
Bei der Weltausstellung 1889 faszinierte Gauguin der Pavillon der französischen Kolonien und sein Wunsch, in die Südsee zu reisen, wurde immer stärker. Um die Reise zu finanzieren, ließ er 30 Bilder versteigern, für stolze 10000 Franc, wie er seiner unversöhnlichen Frau berichten konnte.
Jagdgemeinschaft aus Oktopus und Fischen
Eigentlich gelten Große Blaue Kraken als Einzelgänger. Bei der Jagd jedoch führen sie artübergreifende Teams an, um versteckte Beute zu finden. Das haben Forschende nun mit Hilfe von Unterwasseraufnahmen im Roten Meer beobachtet. Demnach führen Fische verschiedener Arten den Oktopus zu nahrhaftem, aber schwer zugänglichem Futter...
Jupiters gewaltsame Jugend
Im Zentrum des Gasriesen hat die Raumsonde Juno einen seltsamen Kern entdeckt. Ihre Messungen lassen auf eine brachiale Kollision mit einem anderen Urplaneten schließen. von THORSTEN DAMBECK Er ist der unangefochtene Herrscher unter den Planeten: Jupiter. Mit 318 Erdmassen übertrifft er die gesamte Masse aller anderen planetaren...