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Sind Mandeln giftig?

Nur die Bittermandeln. Sie wurden früher aufgrund ihres charakteristischen Geschmacks gelegentlich zur Aromatisierung von Backwaren verwendet. Auch heute noch kann man Bittermandeln kaufen, sie werden jedoch nur in sehr kleinen Packungen bis zu fünf Stück angeboten, denn fünf bis zehn Kerne können wegen des hohen Giftgehalts für Kleinkinder bereits tödlich sein.

Das Gift der Bittermandeln ist das Amygdalin, ein Blausäureglykosid, aus dem die hochgiftige Blausäure (Zyanid) abgespalten wird. Sie hemmt wie Zyankali die Zellatmung und führt unter Krämpfen zum Erstickungstod. Auch die Kerne von Äpfeln, Pfirsichen und Aprikosen enthalten Amygdalin, wenn auch in sehr viel geringeren Mengen. Die Pflanzen produzieren das Gift vermutlich, um sich gegen Fressfeinde zu schützen.

Bittermandeln sind vor allem an ihrem äußerst bitteren Geschmack zu erkennen; außerdem sind sie kleiner und unregelmäßiger geformt als Süßmandeln. Auch die Blausäure verströmt einen charakteristischen Geruch, den jedoch nicht jeder wahrnehmen kann.

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Wissenschaft

Kernkraft: zu teuer und zu langsam?

Es gibt viele schlechte Argumente gegen Kernkraft: So sei der radioaktive Abfall ein großes Problem – obwohl tatsächlich nur sehr geringe Mengen davon anfallen und das meiste davon nur schwach radioaktiv ist. Außerdem sei die Strahlung eine unsichtbare und damit unberechenbare Gefahr – obwohl sie deutlich einfacher messbar ist...

Löcher, Sand, Wüste
Wissenschaft

Klimawandel im Rückspiegel

Ein Blick in die Vergangenheit könnte helfen, die aktuelle Klimakrise zu meistern. Wie sind frühere Kulturen mit Klimasprüngen umgegangen? Archäologen und Paläo-Klimatologen können dazu wichtige Erkenntnisse beisteuern. von ROLF HEßBRÜGGE Das Thema des internationalen Spitzentreffens im September 2021 verblüfft auf den ersten...

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