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Die Monstertute

In der Stadt haben sie eine Riesenvuvuzela aufgebaut. Erst dachten wir, sie würde gar nicht fertig, als da wochenlang nur die Tröte zu sehen war ohne Pusterohr. Aber jetzt steht sie da. Mitten auf einer Autobahn, die auch mal irgendwann nicht fertig geworden ist (aber das ist eine andere Geschichte).

von Tina Bucek, Kapstadt

Diese Tröte braucht eine Turbine.
Tina Bucek
Außer, dass sie mit ihren vielleicht 20 Metern imposant aussieht, soll sie jetzt auch noch Lärm machen. Das meint jedenfalls Kapstadts Bürgermeister. Und weil das nicht so einfach ist mit so einer Monstertute, also den nötigen Nachdruck zu erzeugen, hat er jetzt einen Lkw besorgt, der mit Hilfe einer Turbine die Mutter aller Vuvus zum Singen bringen soll.

Natürlich finden das nicht alle gut. Die Opposition im Stadtrat hat bereits signalisiert, sie werde Messungen anstellen, inwieweit das Affentheater den Verkehr gefährden könnte. Und dann ist da wie immer die Fifa, die nichts gut findet, was sie sich nicht selbst ausgedacht hat und vor allem, was ihr kein Geld einbringt.

Weil er keinen Streit will, hat der Bürgermeister daraufhin versichert, das Gebläse finde frühestens zum Viertelfinale statt. Übrigens zeigt die Riesenvuvuzela direkt auf das Hauptquartier der hiesigen Landesbank. Gerüchte, kommunistische Spione hätten einen Mechanismus eingebaut, der bei ausreichenendem Luftdruck die Internationale intoniert, konnten aber bisher nicht bestätigt werden. Zumal die Koreaner ja gestern schon quasi abgereist sind. Wahrscheinlich kommt am Ende, was immer kommt: Die Coca-Cola-Hymne.

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