Lexikon

rchaebakterien

Archaea
von C. Woese 1977 geprägter Begriff für eine Gruppe von Bakterien, die unter sehr extremen Bedingungen, wie sie auch in der Frühzeit der Erde geherrscht haben könnten, wachstumsfähig sind; heute vielfach als Archaea bezeichnet.
Zu den Archaebakterien zählen: 1. Methan bildende anaerobe Methanbakterien; 2. Schwefel oxidierende Bakterien, die in heißem (bis zu 85 °C), schwefelhaltigem Wasser bei pH-Werten von 1 bis 2 leben; 3. Halobakterien, die bei extrem hohen Salzkonzentrationen wachsen; 4. ein in brennenden Kohleabraumhalden gefundener Organismus, der bei 5565 °C und pH-Werten von 2 bis 3 lebt. Archaebakterien unterscheiden sich von den Eubakterien durch verschiedene Merkmale (z  B. andersartiger Zellwand- und Lipid-Aufbau). Sie werden nicht als die „Vorfahren“ der Bakterien und Eukaryoten betrachtet, sondern sollen sich parallel zu diesen in einer geringeren Formenvielfalt auf extreme ökologische Bedingungen beschränkt haben.
Wale tauchen aus Wasser auf, sprühen Wasser in die Luft vor einer bewaldeten Bergkulisse.
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