Lexikon
Ausdruckspsychologie
AusdruckskundeLehre von der psychologischen Bedeutung des menschlichen Ausdrucksverhaltens, umfasst folgende Einzelgebiete: Mimik (Muskelbewegungen im Gesicht, Mienenspiel), Gestik (Bewegung der Hände), Pantomimik (Bewegungen des Gesamtkörpers), Phonognomik (Ausdruck der Stimme, Sprechweise) und Graphologie (Handschrift).
Da es keine unmittelbare Erkenntnis des Fremdseelischen gibt, ist jede Beziehung zum anderen auf die Deutung von Ausdruckserscheinungen angewiesen. Diese Ausdrucksdeutung ist vom praktischen Leben aus (Kundnehmen, Verstehen, Einfühlen u. Ä.) in die Ausdruckspsychologie aufgenommen und methodisch durchgebildet worden. Ihren Ausgangspunkt bilden die Ausdrucksbewegungen, d. h. willkürliche oder unwillkürliche Muskelbewegungen, die ein Inneres wiedergeben, die aber zweifellos auch rein physiologische oder biologische Wurzeln haben. Beim Menschen, vielleicht schon bei höheren Tieren, können die Ausdrucksbewegungen echt oder unecht (gespielt, vorgetäuscht) sein.
Wissenschaft
Die bewegte Erde
Das Innere unseres Planeten beeinflusst unser Leben: Es lässt Vulkane ausbrechen, sorgt für Erdbeben und erzeugt das schützende Magnetfeld. Wie lässt sich herausfinden, was Hunderte Kilometer unter uns geschieht? von KLAUS JACOB Im Januar 1912 veröffentlichte Alfred Wegener seine Theorie der Kontinentalverschiebung. Der...
Wissenschaft
Gutes Bauchgefühl
Der Darm ist das bedeutsamste Immunorgan des Körpers. Und steht in enger Verbindung zum Gehirn. Er ist deshalb maßgeblich an unserem Wohlbefinden beteiligt. von JÜRGEN BRATER Beim Stichwort Darm denkt man automatisch zuerst an die üblicherweise als Verdauung bezeichnete Nahrungsverwertung, also an die enzymatische Aufspaltung...