Lexikon
Bilderbogen
Einblattdruck, bei dem ein Bild oder eine Bilderfolge im Mittelpunkt steht. Der Begleittext ist von unterschiedlichem Umfang (Unterschrift, Erläuterungen, häufig gereimt). Die Holzschnitt-Technik erlaubte schon im 16. Jahrhundert die massenhafte Verbreitung („Massenkunst“); als Vorlagen dienten gelegentlich bekannte Kunstwerke (z. B. Dürer-Holzschnitte in russischen Bilderbögen). Später wurden auch andere Techniken angewandt: Kupferstich, Lithographie und Holzstich. Während in früheren Jahrhunderten Religiöses, Lieder, Sensationsmeldungen, Polemik und Spott zu den Hauptmotiven gehörten, wurde der Bilderbogen im 19. Jahrhundert zu einem modischen Bildungsartikel, besonders auch für Kinder. Das bunte Öldruck-Wandbild hat den Bilderbogen dann allmählich ersetzt. Verschiedene Elemente leben in den Comics fort. Volkskunst.
Wissenschaft
Geboren, um zu leben
Die Kindermedizin ließ die Lebenserwartung im letzten Jahrhundert enorm steigen. Heute steht sie vor neuen Herausforderungen. von SUSANNE DONNER Ich habe vierzehn Kinder großgezogen, und davon sind bloß sieben gestorben“, schrieb eine Frau 1912 in einem Brief an die Berliner Verwaltung. „Nur“ sieben Kinder, die sie verlor! Da...
Wissenschaft
Gehirne von Optimisten ticken ähnlich
Optimisten verfügen meist über bessere soziale Netzwerke und sind gesellschaftlich integrierter als Pessimisten. Warum das so ist, könnte nun ein Experiment erklären. Demnach funktionieren die Gehirne von Optimisten sehr ähnlich, wenn es um die Vorstellung zukünftiger Entwicklungen und Ereignisse geht. Die Denkorgane von...