Lexikon

Bosnien und Herzegowina

Teil Jugoslawiens und neue Unabhängigkeit

Nach dem 1. Weltkrieg bildete Bosnien und Herzegowina einen Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, bis es 1946 Republik des Bundesstaates Jugoslawien wurde. Im Zuge des Zerfalls Jugoslawiens erklärte es 1991 seine Unabhängigkeit. Dieser Beschluss wurde in einem Referendum 1992 bestätigt, von der serbischen Bevölkerung aber boykottiert. Die bosnischen Serben eroberten mit Unterstützung serbisch-jugoslawischer Truppen große Teile des Staatsgebiets. Besonders die Zivilbevölkerung litt unter Gräueltaten und Vertreibungen. Internationaler Druck und der Militäreinsatz der NATO führten schließlich 1995 zum Friedensabkommen von Dayton, in dem festgelegt wurde, dass Bosnien und Herzegowina als einheitlicher Staat mit gemeinsamen Institutionen bestehen bleibt, die beiden sog. Entitäten Föderation von Bosnien und Herzegowina und Republik Serbien aber weitgehende Autonomie erhalten. Die Einhaltung des Abkommen und besonders der Ablauf von Wahlen wird seitdem von einer multinationalen Friedenstruppe überwacht, die seit Dezember 2004 von der EU geführt wird (EUFOR). Die letzten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2006 stärkten die nationalistischen Kräfte.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft
  6. Geschichte
    1. Die Entwicklung bis zum 1. Weltkrieg
    2. Teil Jugoslawiens und neue Unabhängigkeit
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