Lexikon
Brecht, Bertolt; Weill, Kurt: Die sieben Todsünden
- Erscheinungsjahr: 1933
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die sieben Todsünden
- Genre: Ballett mit Gesang
Das Ballett »Die sieben Todsünden« von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill(Musik) wird am 7. Juni im Théâtre des Champs-Elysées in Paris uraufgeführt. Die Choreografie leitet George Balanchine, die Ausstattung besorgte Caspar Neher. Brecht stellt in diesem Stück die Scheinheiligkeit bürgerlicher Moral bloß: Der Bürger will fleißig sein und ein Häuschen bauen, dabei ist ihm jedes Mittel recht, wenn nur nicht so große oder so viele Verbrechen geschehen, dass es auffällt. Lotte Lenya ist die Anna II. der Uraufführung, Lilly Losch die Anna II. Das Bühnenbild Nehers zeigt um das Szenenrund sieben mit Papier bespannte Bogen. Anna II durchtanzt diese Bogen, wobei sie die Bespannung zerreißt; die sieben Bogen stehen für die sieben »Todsünden« der Kleinbürger (Faulheit, Stolz, Zorn, Völlerei, Unzucht, Habsucht, Neid).
Wissenschaft
Archäologe aus Leidenschaft
Vor 200 Jahren wurde Heinrich Schliemann geboren. Als Kaufmann wurde er reich, als Entdecker Trojas berühmt. Durch seine Grabungen wurde er zum Pionier der Prähistorischen Archäologie. von LEONI HELLMAYR Manch ein Entdecker gerät nach dem Tod in Vergessenheit. Nicht so Heinrich Schliemann: Seit er bei Grabungen auf dem...
Wissenschaft
Künstliche Debatten über Künstliche Intelligenz
Von Künstlicher Intelligenz (KI) kann man in den Medien seit den 1970er-Jahren lesen oder hören – zunächst natürlich auf Englisch: Artificial Intelligence (AI) hieß das Schlagwort, und es wird historisch interessierte Menschen amüsieren, wenn sie erfahren, dass damals auch der Ausdruck „information overload“ geprägt wurde,...