Lexikon
Falla, Manuel de: Ein kurzes Leben
- Erscheinungsjahr: 1913
- Veröffentlicht: Spanien
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Ein kurzes Leben
- Original-Titel: La vida breve
- Genre: Ein Spiel in zwei Akten
Der Spanier Manuel de Falla (* 1876, † 1946), Schüler von Felipe Pedrell, erringt seinen ersten Erfolg mit der Oper »La vida breve« (Dichtung Carlos Fernández Show), die bei einem Wettbewerb der königlichen Akademie der Schönen Künste in Madrid im Jahre 1905 den ersten Preis erhielt. Aber erst am 1. April 1913 wird »La vida breve« in Nizza uraufgeführt. In seinen Werken verbindet de Falla die Tradition der andalusischen Volksmusik mit der Technik des französischen Impressionismus. Spanische Tanzrhythmen in wilder Steigerung wechseln in »Ein kurzes Leben« ab mit Stimmungsbildern von großer Schönheit. Die Liebestragödie des aus Granada stammenden Mädchens Salud, das ihr Geliebter Paco wegen seiner Verlobung mit Carmela verschmäht und das zu seinen Füßen tot zusammenbricht, wird musikalisch durch stark dramatische Akzente geschildert, während in der Sonnenuntergangs-Szene impressionistische Anklänge hörbar werden. Die Tänze werden von Gitarren begleitet, Händeklatschen und Olé-Rufe tragen zusätzlich zur Betonung der nationalen Elemente bei.
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