Lexikon
Finnland
Spielball fremder Mächte
Seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. wanderten Finnen von Osten in das Gebiet des heutigen Staates ein. Im 12./13. Jahrhundert christianisierte und eroberte Schweden das Land, das 1581 zum Großherzogtum erhoben wurde. Trotz schwedischer Einwanderer konnten die Finnen ihre ethnische Identität behaupten. Mitte des 16. Jahrhunderts führte König Gustav I. Wasa die Reformation ein. In der Folgezeit wurde Finnland zur Manövriermasse im Kampf zwischen Schweden und Russland um die Hegemonie in Nordosteuropa. 1809 fiel ganz Finnland als Großfürstentum an den russischen Zaren Alexander I., behielt jedoch zunächst seine innere Selbständigkeit. Erst nach 1880 setzte eine starke Russifizierungspolitik ein in deren Verlauf 1899 die innere Autonomie aufgehoben wurde. Nach Russlands Niederlage gegen Japan und vor dem Hintergrund der russischen Revolution von 1905 erzwangen die Finnen aber die Wiederherstellung der Autonomie.
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