Lexikon

Gusseisen

eine Eisenlegierung mit mehr als 2% Kohlenstoff, Silicium und Mangan je nach verlangtem Gefüge, Wandstärke und Verwendungszweck, gegebenenfalls auch mit Nickel, Chrom u. a. legiert; geschmolzen und durch Gießen in Formen verschiedener Art zu Gebrauchsgegenständen verarbeitet; Haupterzeugnis der Gießerei. Das Grundgefüge besteht wie bei Stahl aus Ferrit und Perlit, zu denen bei langsamer Abkühlung als kennzeichnender Bestandteil Graphit hinzutritt, der die graue Bruchfläche des Gusseisens bei langsamer Abkühlung ergibt (Grauguss: gut bearbeitbar; Zugfestigkeit bis 31 · 107 N/m2, meist 1417 · 107 N/m2). Durch schnelle Abkühlung aus der Schmelze wird bei hohem Mangan- und geringem Siliciumgehalt der Kohlenstoff als Eisencarbid gebunden und scheidet sich nicht als Graphit aus (Weißguss, Hartguss: schwer bearbeitbar, von großer Härte und Verschleißfestigkeit, feuer-, säure- und laugenbeständig; für Roststäbe, Rohre und Kessel der chemischen Industrie, Brecherplatten, Walzen u. a.).
Text
Wissenschaft

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Heisenberg
Wissenschaft

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Wie Heisenbergs Unbestimmtheitsrelation die Quantenwelt erklärt. von RÜDIGER VAAS Es gibt auf der Welt echten Zufall – eine objektive Unbestimmtheit, nicht nur eine subjektive Unkenntnis“, bringt der Physiker Helmut Fink die vielleicht tiefgreifendste Schlussfolgerung aus der revolutionären Quantenphysik auf den Punkt. „...

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