Lexikon

Gusseisen

eine Eisenlegierung mit mehr als 2% Kohlenstoff, Silicium und Mangan je nach verlangtem Gefüge, Wandstärke und Verwendungszweck, gegebenenfalls auch mit Nickel, Chrom u. a. legiert; geschmolzen und durch Gießen in Formen verschiedener Art zu Gebrauchsgegenständen verarbeitet; Haupterzeugnis der Gießerei. Das Grundgefüge besteht wie bei Stahl aus Ferrit und Perlit, zu denen bei langsamer Abkühlung als kennzeichnender Bestandteil Graphit hinzutritt, der die graue Bruchfläche des Gusseisens bei langsamer Abkühlung ergibt (Grauguss: gut bearbeitbar; Zugfestigkeit bis 31 · 107 N/m2, meist 1417 · 107 N/m2). Durch schnelle Abkühlung aus der Schmelze wird bei hohem Mangan- und geringem Siliciumgehalt der Kohlenstoff als Eisencarbid gebunden und scheidet sich nicht als Graphit aus (Weißguss, Hartguss: schwer bearbeitbar, von großer Härte und Verschleißfestigkeit, feuer-, säure- und laugenbeständig; für Roststäbe, Rohre und Kessel der chemischen Industrie, Brecherplatten, Walzen u. a.).
Unwetter, Hagel
Wissenschaft

Verhagelte Vorhersagen

Sommerliche Hagelunwetter können immense Schäden anrichten. Um präzise davor zu warnen, wissen Wetterforscher noch zu wenig über das Phänomen. Das soll sich ändern. von TIM SCHRÖDER Das Gewitter, das sich der baden-württembergischen Stadt Reutlingen am 28. Juli 2013 näherte, war ein blauschwarzes Ungetüm – ein viele Tausend Meter...

Kernspinresonanz-Mikroskop
Wissenschaft

Quantensprünge in der Röhre

Mit einem neuartigen Kernspinmikroskop lassen sich zum ersten Mal per Kamera hochaufgelöste Bilder von molekularen Prozessen machen – zum Beispiel für die Krebsdiagnostik oder die Forschung an Batteriematerialien. von DIRK EIDEMÜLLER Wenn Chemiker ein Herstellungsverfahren für eine neue Substanz ertüftelt haben, überprüfen sie...

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