Lexikon
Hegelianịsmus
die Hegel-Schule, d. h. die Richtungen der die Hegel’sche Philosophie vertretenden sowie der von ihr ausgehenden, sie aber weiterbildenden Denker. Die unmittelbaren Schüler Hegels wurden (von D. F. Strauß) eingeteilt in Rechtshegelianer (G. A. Gabler, * 1786, † 1853; K. F. Göschel, * 1781, † 1861; H. F. W. Hinrichs, * 1794, † 1861; P. K. Marheineke, * 1780, † 1846, u. a.), Hegel’sches Zentrum (J. K. F. Rosenkranz, * 1805, † 1879) und Linkshegelianer (Strauß; W. Vatke, * 1806, † 1882; L. A. Feuerbach). Aus dem Links- oder Junghegelianismus entwickelte sich der Radikalismus des Vormärz (A. Ruge, B. Bauer, M. Stirner, K. Marx und F. Engels). – Den Hegelianismus in einer an Hegels System festhaltenden Form bezeichnet man auch als Althegelianismus, im Unterschied zu dem später auftretenden Neuhegelianismus.
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