Lexikon
Hobo
[lateinisch homo bonus, guter Mensch, oder amerikanisch Hoe boy]
eine nach dem US-amerikanischen Bürgerkrieg einsetzende Bewegung umherziehender beschäftigungsloser Südstaatler, die in erster Linie Gelegenheitsarbeit durch Mobilität zu erreichen suchte; als billige, friedliche Arbeitskräfte waren die Hobos zunächst begehrt, später wurden sie wegen der Ausbildung einer eigenen Kultur abgelehnt. Ihr Hauptverkehrsmittel war die Eisenbahn, die sie unentgeltlich nutzten, indem sie auf den fahrenden Zug sprangen oder sich in Vieh- und Güterwagen einschlichen; von den Eisenbahngesellschaften wurden sie als Schwarzfahrer bekämpft; 1889–1910 endete für 19 000 Hobos die Fahrt tödlich; trotzdem stieg ihre Gesamtzahl von 240 000 im Jahre 1895 auf das Doppelte bis 1910; bekannte Vertreter waren der Schriftsteller J. London, der Schauspieler C. Gable und der Folkmusiker W. Guthrie.
Wissenschaft
Laufen große Menschen schneller?
Warum die Länge der Beine für die Geschwindigkeit beim Laufen nicht entscheidend ist, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Eigentlich klingt es vollkommen einleuchtend, dass ein groß gewachsener Mensch, der mit jedem Schritt ein langes Wegstück zurücklegt, schneller vorankommt als ein kleinerer, dessen Beine nur deutlich kürzere...
Wissenschaft
Warum für Nachtisch immer noch Platz ist
Eis geht immer? Entgegen dem oft subjektiven Eindruck haben wir für Desserts keinen separaten Platz im Bauch. Dass wir nach einer üppigen Mahlzeit trotzdem noch Appetit auf einen Nachtisch haben, liegt vielmehr an unserem Gehirn, wie Forschende jetzt herausgefunden haben. Demnach sorgen dieselben Nervenzellen im Zwischenhirn, die...