Lexikon
Hypophysenadenọm
Hypophysentumorvom Hypophysenvorderlappen ausgehende meist gutartige Geschwulst. Man unterscheidet hormonproduzierende und hormoninaktive Hypophysenadenome. Hormonaktive Hypophysenadenome zeigen ein jeweils für das von ihnen produzierte Hormon charakteristisches Krankheitsbild: Beispielsweise führt ein Hypophysenadenom, das ACTH (adrenocorticotropes Hormon) produziert, zur Ausbildung eines Cushing-Syndroms, ein Hypophysenadenom, das Wachstumshormon bildet, zur Akromegalie, ein Prolaktin produzierendes Hypophysenadenom zu Milchfluss, Ausbleiben der Regelblutung und Rückbildung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale. Hormoninaktive Tumoren können durch ihr verdrängendes Wachstum zu einer Minderproduktion der Hypophysenhormone mit entsprechenden klinischen Mangelerscheinungen führen und Sehstörungen durch Druck auf den Sehnerv verursachen. Ein Hypophysenadenom wird möglichst operativ entfernt, gelegentlich kombiniert mit Strahlentherapie. Erneutes Tumorwachstum (Rezidiv) ist trotzdem nicht auszuschließen.
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