Lexikon
Cushing-Syndrọm
[ˈkʌʃiŋ-; nach dem US-amerikanischen Mediziner H. Cushing]
eine Erkrankung, die durch zu hohe Konzentrationen von Cortisol (Glucocorticoide) im Blut verursacht wird. Die Patienten leiden an einer auffälligen Fettverteilung im Gesicht („Vollmondgesicht“) und am Rumpf (Stammfettsucht), Bluthochdruck, Muskelschwäche, Osteoporose, einem gestörten Zuckerstoffwechsel u. a. Frauen entwickeln oft einen männlichen Behaarungstyp und Menstruationsstörungen, Männer zusätzlich Potenzprobleme. Ursache ist entweder eine Schädigung der Hypophyse (und des Hypothalamus), die die Produktion der Glucocorticoide reguliert, ein hormonproduzierender Tumor der Nebennierenrinde oder ein sogenanntes paraneoplastisches Syndrom. Am häufigsten wird ein Cushing-Syndrom jedoch durch die Gabe von glucocorticoidhaltigen Medikamenten (z. B. Cortison) ausgelöst. Ein Tumor sollte möglichst operativ entfernt werden; für die konservative Therapie stehen Hemmstoffe gegen die Cortisolwirkung zur Verfügung. Unbehandelt führt das Cushing-Syndrom rasch zum Tod.
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