Lexikon

Kạlisalze

natürlich vorkommende Salze und Doppelsalze des Kaliums. Die wichtigsten sind: Sylvin (Kaliumchlorid, KCl), Carnallit oder Karnallit (Kaliumchlorid-Magnesiumchlorid-Doppelsalz, KCl·MgCl2·6H2O), Kainit (Kaliumchlorid-Magnesiumsulfat-Doppelsalz, KCl·MgSO4·3H2O), Schönit (Kalium-Magnesiumsulfat-Doppelsatz, K2SO4·MgSO4·6H2O), Sylvinit (Gemisch von Sylvin und Natriumchlorid), Kalisalpeter (Kaliumnitrat, KNO3). Große Vorkommen von Kalisalzen finden sich in der norddeutschen Tiefebene, ferner im Elsass und in Galizien. Die Lagerstätten sind durch Verdunstung früherer Meere entstanden. Da die Kalisalze früher zur Gewinnung des Steinsalzes weggeräumt werden mussten, wurden sie auch als Abraumsalze bezeichnet und für ziemlich wertlos gehalten; später fanden sie jedoch zunehmende Verwendung in der Technik und als Düngemittel in der Landwirtschaft.
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