Lexikon
Kampfhunde
allgemeine Bezeichnung für Hunde, die vom Menschen zu Kampfzwecken gezüchtet und eingesetzt werden. Bereits in der Antike wurden von den Assyrern, Persern und Griechen Rassen wie die Molosser gezüchtet und als Kriegshunde verwendet. Auch die Römer setzten Kampfhunde, meistens Mastiffs, in der Arena ein und ließen sie gegen Menschen, Bären und Löwen kämpfen. In England waren im 18. Jahrhundert Hundekämpfe ein beliebter Sport.
Heute wird der Begriff Kampfhund für verschiedene Hunderassen benutzt, von denen Angriffe gegen Menschen vorgekommen sind, z. T. mit Todesfolge. Diese Kennzeichnung bestimmter Rassen ist umstritten, da die einzelnen Hunde keineswegs in jedem Fall besonders angriffslustig sind, sondern erst eine aggressionsfördernde Züchtung und Haltung durch den Menschen das jeweilige Tier gefährlich werden lassen. Nachdem sich in den 1990er Jahren Angriffe von Kampfhunden häuften, stuften die Bundesländer in ihren Hundeverordnungen bestimmte Rassen als potenziell gefährlich ein. Hierzu zählen u. a. Bullterrier, Staffordshire-Bullterrier, Amerikanischer Staffordshire-Terrier, Pitbull-Terrier, englische Bulldoggen, Bordeauxdoggen, Tibetdoggen, Rottweiler, Dobermänner, Fila Brasileiros, Mastinos, Mastiffs, Bullmastiffs, Bandogs und Dogo Argentinos. Da eine bundesweit einheitliche Regelung für die Haltung von Kampfhunden nicht zustande kam, bestehen in den Ländern und Gemeinden unterschiedliche Haltungsbeschränkungen für bestimmte Kampfhundrassen wie Leinen und Maulkorbzwang, erhöhte Hundesteuern u. a.
Wissenschaft
Maispflanzen warnen ihre Nachbarn vor Fressfeinden
Wenn Maispflanzen dicht nebeneinander wachsen, sind sie eigentlich anfälliger für Fressfeinde und Krankheitserreger. Doch ein raffinierter Mechanismus sorgt in diesen beengten Pflanzengemeinschaften dafür, dass sich die Pflanzen sogar besser gegen Schädlinge wehren können. Wie Experimente belegen, kommunizieren Maispflanzen über...
Wissenschaft
Konvergent oder kontingent?
Auf der Suche nach Antworten auf die wirklich großen Fragen passiert es oft, dass verschiede Theorien miteinander wetteifern. Wetteifern deswegen, weil sie nach klarem Entweder-oder-Schema vermeintlich nicht unter einen Hut zu bringen sind. Dabei lassen große Fragen gerade in der Biologie häufig auch mehrere Antworten...
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Ein verletzlicher Schutzschild
Die Kinder-Graffiti von Pompeji
Klimawandel: Schnelle Temperatursprünge werden häufiger
Müllhalden stoßen mehr PFAS-Chemikalien aus als gedacht
Warum Immuntherapien anfälliger für Infektionen machen
Klima-Kipppunkte sind kaum vorhersagbar