Lexikon

Kibbụz

[der; Plural Kibbuzim; hebräisch Sammlung]
Kwuza, (Plural Kwuzot)
Gemeinschaftssiedlung in Israel; Genossenschaft auf freiwilliger Basis mit gemeinsamem Eigentum, gemeinsamer Produktion und Arbeit sowie gemeinsamen Einrichtungen des Konsums und der Lebensführung; ohne Privatbesitz und privatwirtschaftliche Tätigkeit. Der Kibbuz sorgt für Wohnung, Nahrung, Kleidung, Kinderbetreuung und alle anderen Dienstleistungen sowie private Bedürfnisse. Ein wesentlicher Unterschied zu Kollektivformen in kommunistischen Ländern ist die absolute Freiwilligkeit von Ein- und Austritt.
Erster Kibbuz war Deganya (1909). Heute gibt es rund 270 Kibbuzim mit über 120 000 Einwohnern. Die Kibbuzim arbeiten meist landwirtschaftlich in wirtschaftlichen (schwierige Böden) und politischen Grenzsituationen (Wehrdörfer). Viele betätigen sich auch industriell oder im Fremdenverkehr.
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