Lexikon
Kipper und Wipper
im 17. Jahrhundert die Edelmetallaufkäufer; wendeten besonders beim Wiegen betrügerische Methoden an („Kippen und Wippen“ der Waage). – Kipper- und Wipperzeit, die ersten Jahre des Dreißigjährigen Krieges (1618–1623); der große Geldbedarf und die Silberknappheit veranlassten die Landesherren, das vollwertige Geld einzuschmelzen und mit Kupferzusatz unterwertig auszuprägen (Kippermünzen); dies führte zur ersten großen Inflation der Neuzeit.
Wissenschaft
Per Anhalter durch den Ozean
Viele Meeresbewohner beherbergen einen Mikrokosmos aus Bakterien und anderen Kleinstlebewesen. Mikrobiologische Untersuchungen helfen, ihn zu erkunden. von BETTINA WURCHE Seekühe, Meeresschildkröten und sogar die kleinen Krill-Krebse haben auf ihren Reisen blinde Passagiere an Bord: Ihre Körperoberfläche sondert im Wasser einen...
Wissenschaft
Aufschlussreiche Marker
Biomarker neuen Typs ermöglichen es, Alzheimer im Blut zu erkennen und Depressionen anhand des Hirnstroms aufzuspüren. Zudem lassen sich damit Krebs sowie Erkrankungen von Nerven, Herz und Kreislauf immer häufiger individualisiert behandeln. von CHRISTIAN JUNG Ein häufiges Phänomen: Mehrere Patienten haben dieselbe Diagnose,...