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LEXIKON

Lewinsky-Affäre

Vorfall, der zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen den US-amerikan. Präs. B. Clinton führte.
1994 hatte die frühere Staatsangestellte Paula Jones Clinton wegen sexueller Belästigung verklagt. Als der Präsident am 17. 1. 1998 aussagen musste, kam auch sein Verhältnis zu Monica Lewinsky, einer Praktikantin im Weißen Haus, zur Sprache. Clinton erklärte, er habe keine sexuelle Beziehung zu ihr unterhalten. Die Anklage von Jones wurde am 1. 4. 1998 vom zuständigen Gericht abgewiesen; im November 1998 kam es zu einem außergerichtl. Vergleich. Der Sonderermittler Kenneth Starr warf dem Präs. nun vor, über sein Verhältnis zu Lewinsky eine falsche Zeugenaussage abgelegt zu haben. Am 17. 8. machte Clinton vor der Grand Jury seine Aussage zu der Affäre. Dabei räumte er eine „unangebrachte Beziehung“ zu Lewinsky ein. Im September 1998 legte Starr dem Repräsentantenhaus einen Bericht vor, in dem er Gründe für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen den Präs. anführte (Meineid, Behinderung der Justiz, Anstiftung zur Falschaussage u. Amtsmissbrauch). Das Repräsentantenhaus beschloss am 19. 12. 1998 die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Clinton u. erhob Anklage wegen des Verdachts des Meineids u. des Verdachts der Behinderung der Justiz. Am 12. 2. 2000 scheiterte der Antrag auf Amtsenthebung im Senat, da die nötige Zweidrittelmehrheit der Stimmen verfehlt wurde.
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