Lexikon
Lungenfische
DipnoiOrdnung der Fleischflosser; zusammen mit Quastenflossern entwicklungsgeschichtlich älteste Gruppe der heute lebenden Fischarten; sie sind durch lungenartige Bildungen u. a. Einrichtungen zum Landaufenthalt befähigt. Der bis 2 m lange Australische Lungenfisch, Neoceratodus forsteri (Familie Lurchfische) bewohnt die Flüsse Mary und Burnett und wurde durch strengen Schutz und Zucht vor dem Aussterben gerettet; nur seine Larve vermag kurzzeitig das Wasser zu verlassen. Die 4 afrikanischen Lungenfische (Familie Molchfische), Gattung Protopterus, und der südamerikanische Schuppenmolch, Lepidosiren paradoxus, verbringen Trockenzeiten in Schlammkapseln, atmen stets zusätzlich Luft, verbrauchen in Hungerzeiten Muskulatur, nicht Fett, und speichern dabei den sonst hochgiftigen Harnstoff (bis zu 2% des Körpergewichts). Die Männchen treiben Brutpflege in unterirdischen Nestern.
Lungenfisch (Afrikanischer)
Afrikanischer Lungenfische
Afrikanische Lungenfische können in periodisch austrocknenden Gewässern überleben. Sie ziehen sich in den Schlamm zurück und bilden eine Schleimkapsel um sich aus. So vor dem Austrocknen geschützt, atmen sie Luft durch eine Öffnung vor dem Maul.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Wissenschaft
Reden wir über Gott und das Ende der Welt
Das Ende des Jahres naht, und mit den multiplen Krisen um uns herum scheint manchmal auch das Ende der Welt in greifbare Nähe zu rücken. Haben wir auf absehbare Zeit vielleicht wirklich einen Weltuntergang zu befürchten? Und wenn ja, wann ist er aus wissenschaftlicher Sicht zu erwarten? Eines gleich vorweg: Wir können unser Ende...
Wissenschaft
Kosmischer Babyboom
Vor etwa zehn Milliarden Jahren entstanden auf einen Schlag sehr viele Sterne. Seither sinkt die Geburtenrate – und inzwischen hat eine Art kosmischer Dämmerzustand begonnen. von THOMAS BÜHRKE Das Sternbild Fornax (Chemischer Ofen) besteht nur aus wenigen lichtschwachen Sternen. Doch Kosmologen fanden dort den sprichwörtlichen...