Lexikon
Atmungsorgane
tierische Organe, in denen der Gasaustausch zwischen Körperflüssigkeit und Außenwelt stattfindet. Im einfachsten Fall können Tiere auf besondere Atmungsorgane verzichten: Hautatmung kommt vor allem bei kleinen Tieren und bei Wasserbewohnern vor, aber auch bei Tieren mit ausgebildeten Atmungsorganen (z. B. Amphibien) oder mit rückgebildeten Atmungsorganen (z. B. Land-Lungenschnecken).
Wichtigste Atmungsorgane von Wassertieren sind die Kiemen, dünnwandige Ausstülpungen mit großer Oberfläche, die durch das Wasser bewegt werden (z. B. bei Ringelwürmern, Krebsen, Amphibienlarven) oder an denen ein Wasserstrom vorbeigeführt wird (z. B. Muscheln, Manteltiere, Fische). Andere Atmungsorgane von Wassertieren sind die Tracheenkiemen, in denen Tracheen statt Blutgefäße die Atemgase übernehmen (Insektenlarven, z. B. Eintagsfliegen), und die Wasserlungen der Seegurken.
Die Atmungsorgane von luftatmenden Tieren bilden zwei Gruppen: durch die Tracheen, die charakteristischen Atmungsorgane der Tausendfüßer, Insekten (Tracheata) und einiger Spinnen, wird die Atemluft unmittelbar an die inneren Organe herangebracht; in den Lungen der luftatmenden Wirbeltiere wird die Atemluft an einen hoch entwickelten Blutkreislauf übergeben, der die Transportfunktion übernimmt. Die Lungen der Wirbeltiere gehen von Vorderdarmausstülpungen (schon bei Lungenfischen) aus und erfahren eine zunehmende Vergrößerung der inneren Oberfläche. Die Tracheenlungen (Fächerlungen) der meisten Spinnentiere sind tracheenartige Einstülpungen am Hinterkörper (bei unseren Spinnen 2, bei Vogelspinnen 4) mit einer lungenähnlichen inneren Aufgliederung in blutgefäßführende Lamellen.
Wissenschaft
Cum hoc ergo propter hoc
Warum wir manchmal auch dort Zusammenhänge sehen, wo gar keine sind, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Der kompliziert klingende lateinische Merksatz „Cum hoc ergo propter hoc“ – wörtlich übersetzt: „Mit diesem, folglich deswegen“ – bezeichnet ein weit verbreitetes Phänomen, das in allen möglichen Bereichen des täglichen Lebens,...
Wissenschaft
Der Schutz der Ozeane
Lange Zeit hielt man die Weltmeere für unverwundbar – doch das sind sie nicht. Die UN-Dekade für Meeresforschung soll den Einigungsprozess der Weltgemeinschaft über Schutzmaßnahmen unterstützen. Von RAINER KURLEMANN Die Ozeane sind das gemeinsame Erbe der Menschheit. Diese Feststellung steht etwas versteckt in Artikel 136 der...
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Bereich Gesundheit A-Z
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Das Nordmeer auf der Nachbarwelt
Der Zombie-Mond
Fossilfund belegt weite Verbreitung des Paranthropus
Geerbter Schutz
News der Woche 13.12.2024
Manipulierte Träume