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LEXIKON

Schwefeldioxid

SO2, farbloses, unbrennbares, stechend riechendes Gas, das aus natürlichen Quellen (z. B. Vulkantätigkeit), durch Verbrennung fossiler Brennstoffe (z. B. Erdöl, Erdgas, Kohle, Braunkohle) oder Holz, beim Rösten sulfider Erze sowie bei chemischen Prozessen (z. B. Celluloseherstellung) in die Atmosphäre freigesetzt wird. Schwefeldioxid wird unter dem Einfluss von Katalysatoren oder durch oxidierende Verbindungen (z. B. Ozon) in Schwefeltrioxid (SO3) umgewandelt, das mit Wasser zu Schwefelsäure (H2SO4) reagiert. Die Versauerung von Niederschlägen geht z. T. auf die Luftverunreinigung (Emission) durch Schwefeldioxid zurück, so dass insbesondere bei Großfeuerungsanlagen strenge Anforderungen an die Abgasreinigung gestellt wurden; begrenzt wurde auch der Schwefelgehalt in Briketts. Schwefeldioxid ist in höhereren Konzentrationen hochtoxisch, trägt aber auch im niedrigen μg-Bereich zu gesundheitlichen Beschwerden, z. B. Entzündungen der Atmungsorgane, bei; besonders betroffen sind die so genannten Risikogruppen, hier Kinder, Asthmatiker, Alte. Schädigungen von Laub- und Nadelhölzern sind bekannt.
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