Lexikon

Mallorca

[ma(l)ˈjɔrka]
Majorca
Hauptinsel der spanischen Balearen im westlichen Mittelmeer, 3660 km2, 638 000 Einwohner (zu den Katalanen zählende Mallorquiner); Hauptstadt Palma de Mallorca.
Den Nordwesten der Insel durchzieht ein zerklüftetes, weitgehend verkarstetes und stellenweise bewaldetes Gebirge (Sierra de Tramontana), das im Puig Mayor 1445 m erreicht und mit schroffer Steilküste zum Meer abbricht. Den Südosten bildet ein Höhenzug (Sierra de Levante), über den einzelne Bergkuppen und Tafelberge bis zu 560 m aufragen und der in seinem Inneren große Höhlen birgt. Zwischen beiden Gebirgszügen erstreckt sich fruchtbares Hügelland, das von den tief eingreifenden Buchten von Alcudia im Nordosten und Palma im Südwesten begrenzt wird. Besonders günstige Boden- und Klimabedingungen (kurze milde Winter) ließen eine üppige und artenreiche Pflanzenwelt entstehen.
Der intensiv betriebene Ackerbau erfolgt vorwiegend mit Hilfe künstlicher Bewässerung (Anbau von Zitrusfrüchten, Mandeln, Oliven, Wein, Tomaten und Frühgemüse, ferner von Getreide, Flachs und Hanf sowie neuerdings Blumen). Steineichen, Feigen- und Johannisbrotbäume dienen als Futter für die Schweinemast, während in den höheren Lagen Schafe und Ziegen gehalten werden. Von Bedeutung ist die Küstenfischerei. Das verarbeitende Gewerbe umfasst Nahrungsmittel-, Textil-, Leder-, Möbel- und Papierindustrie, Herstellung von Majoliken, künstlichen Perlen und Silbergeflecht. Seit dem 2. Weltkrieg hat sich Mallorca zu einem Zentrum des internationalen Fremdenverkehrs entwickelt; rund 10 Mio. Touristen (vor allem Deutsche und Briten) besuchen jährlich die Insel.
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