Lexikon
Minderwertigkeitsgefühl
in der Individualpsychologie verwendete Bezeichnung, die von A. Adler für das Gesamtgefühl der Unterlegenheit gebraucht wurde, das sich in den zwischenmenschlichen Beziehungen äußert. Nach Adler kann man menschliches Verhalten auf zwei Prinzipien zurückführen: 1. auf das Minderwertigkeitsgefühl, 2. auf das Bemühen des Menschen, dieses Minderwertigkeitsgefühl durch das Streben nach Macht auszugleichen (Kompensation oder auch Überkompensation). Das Minderwertigkeitsgefühl kann nach Adler genetisch (Gefühl der Hilflosigkeit des Kleinkindes gegenüber den Erwachsenen), organisch (körperliche Mängel) oder situationsbedingt (z. B. Misshandlungen des Kindes durch die Eltern) gesehen werden. – Ein Minderwertigkeitskomplex entsteht, wenn das Gefühl der seelischen oder körperlichen Unzulänglichkeit übermächtig wird, von dem Betroffenen aber ins Unterbewusste verdrängt wird. Dadurch wird der normale Ablauf des Denkens und Handelns meist schwer gestört.
Wissenschaft
Schlafapnoe-Maske ist nicht bei allen gut fürs Herz
Wer im Schlaf häufig Atemaussetzer bekommt, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um dem entgegenzuwirken, müssen viele Patienten nachts eine sogenannte CPAP-Maske tragen, die sie mit Luft versorgt und verhindert, dass sich ihre Atemwege schließen. Doch kann diese Behandlung wirklich Herzinfarkte, Schlaganfälle...
Wissenschaft
Aus Alt mach Neu
Vor zwanzig Jahren tobte eine erbitterte Diskussion um die Evolutionstheorie durch das Internet. Anlass war ein Artikel, den ein Herr Stephen C. Meyer in der Zeitschrift Proceedings of the Biological Society of Washington veröffentlicht hatte. Dessen Titel lautete „The origin of biological information and the higher taxonomic...