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Ein Plädoyer für Linkshänder

wissen.de fordert ein Ende der Diskriminierung

Etwas "mit links zu erledigen", "mit dem linken Fuß aufgestanden" zu sein, ein "linkisches Benehmen" an den Tag zu legen oder noch deutlicher, jemanden als "linke Bazille" zu bezeichnen – all diese Formulierungen zeigen deutlich, wie sehr wir unsere "Herzensseite" diskriminieren - so sehr, dass sich die Bevorzugung von rechts gegenüber links bis tief in den Sprachgebrauch  gegraben hat. Das beweist auch das Gegenbeispiel: So findet sich "rechts" sich in "rechtschaffend", "rechtens" und "gerecht" wieder, ist damit also deutlich positiver besetzt. Spätestens der Tag der Linkshänder am 13. August ist nun der optimale Anlass für ein lange fälliges Plädoyer pro links.

Rechts ist die Norm, Links das Anormale

Buchstaben malen mit links

Inzwischen dürfen die Kinder das. Bis in die 80er hinein, wurden linkshändige Schulkinder allerdings "umerzogen".

Instinktiv geben wir der Regel den Vorzug vor der Ausnahme.  Rechts – das ist die Norm, das Normale. Links ist das Anormale. Unter dieser vorschnellen Wertung leiden verständlicherweise die Linkshänder, die - je nach Schätzung - fünf bis zehn Prozent der Menschen ausmachen. Scheren, Collegeblocks, Fotoapparate, Bohrmaschinen, ja sogar Schusswaffen – sie alle sind für Rechtshänder ausgelegt und stellen für Linkshänder lauter kleine Tücken des Alltags dar. Zuletzt klagten die Linkshänder gegenüber Apple, das iPhone sei für sie kaum zu nutzen, denn unweigerlich verdeckten sie bei seinem Gebrauch die Antenne und störten damit den Empfang.

 

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von wissen.de-Autorin Susanne Böllert
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