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LEXIKON

Abwehrmechanismus

von S. Freud geprägter und von seiner Tochter A. Freud (18951982) systematisch ausgestalteter Begriff für eher unbewusst ablaufende innerpsychische Vorgänge und Verhaltensweisen, die der Herstellung eines Kompromisses zwischen den triebhaften Ansprüchen des Es und dem Über-Ich dienen. Unterschieden werden folgende Abwehrmechanismen: Verdrängung (das Nicht-Wahrhaben-Wollen einer Intention oder eines Erlebnisses), Rationalisierung (nachträgliche Scheinbegründung für Aktionen), Substitution (Verschiebung des Affekts auf Ersatzobjekte), Sublimation (Überführung primitiver Triebregungen in sozial hoch bewertete Tätigkeiten), Projektion (Zuschreibung eigener, abgelehnter Regungen an andere Personen), Identifizierung (man schlägt sich auf die Seite des Angreifers oder der die eigenen Ansprüche versagenden Autorität und macht sich dabei deren Gebote zu Eigen), Wendung der Aggression nach innen (Selbsthass), Überkompensation (Wettmachen eines Minderwertigkeitsgefühls durch besondere Anstrengungen [A. Adler]), Regression (Reaktivierung ontogenetisch älterer, den früheren Kindheitsphasen entsprechender Verhaltensmuster) und Konversion (Umwandlung psychischer Spannungen und Konflikte in körperliche Symptome).
Psychoanalyse: Sigmund Freud
Sigmund Freud
Der österreichischer Psychiater Sigmund Freud gilt als Begründer der Psychoanalyse.
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