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El Salvador: Kampf um die Macht
Wer war Romero?
Erzbischof der salvadorianischen Hauptstadt. Oscar Arnulfo Romero y Galdamez (* 1917) wurde im März 1980 während eines Gottesdienstes erschossen. Der Mord an dem entschiedenen Gegner der Regierungsjunta ging vermutlich auf das Konto rechtsgerichteter Kreise.
Romero trat seit seiner Ernennung zum Erzbischof 1977 unerschrocken gegen die Mächtigen in seinem Land an. Er setzte sich für die Armen und Rechtlosen ein und verurteilte öffentlich Repression und Gewalt. Der Regierung warf er vor, sie sei unfähig, ihre bescheidenen Reformen gegen die herrschenden »14 Familien« durchzusetzen.
Wer kämpfte um die Macht in El Salvador?
Bis zum Beginn des 20. Jh. war El Salvador Schauplatz von Machtkämpfen zwischen dem liberalen Bürgertum und der konservativen Landoligarchie. Nach einem Militärputsch im Jahr 1931 übernahm Maximiliano Hernández Martínez (1882–1966) die Macht, im Jahr darauf wurde ein Bauernaufstand blutig niedergeschlagen. Auch nach dem Sturz von Hernández Martínez 1944 bestimmte das Militär die politische Entwicklung. 1969 kam es zur militärischen Auseinandersetzung mit Honduras (»Fußballkrieg«). Seit Ende der 1970er Jahre entwickelte sich ein blutiger Bürgerkrieg zwischen der von den USA unterstützten Armee und rechtsextremistischen Gruppierungen auf der einen sowie der linken Guerillabewegung FMNL auf der anderen Seite. Erst 1992 konnten die Auseinandersetzungen, die rd. 80 000 Tote forderten, beendet werden. Die UNO überwachte den Friedensprozess.
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