Wissensbibliothek
Wie endete der Heerführer?
Wallensteins Ehrgeiz kannte keine Grenzen. Er erhoffte sich die Kurwürde, wenn nicht die böhmische Königskrone. Da er die erneute Enthebung vom Kommando fürchten musste, schwor er seine Offiziere auf sich persönlich ein: Im Januar 1634 ließ er sie in Pilsen eine Erklärung unterschreiben, wonach sie auch im Fall seiner Entlassung seinen Weisungen folgen würden. Die Truppen schuldeten also nicht mehr Kaiser und Reich die Treue, sondern nur noch Wallenstein! Damit war er zu weit gegangen. Der Kaiser beschuldigte seinen erfolgreichsten Heerführer des Hochverrats und befahl, ihn lebendig oder tot nach Wien zu bringen. Zwei Tage später, am 25. Februar 1634, wurde Albrecht von Wallenstein in Eger von einem seiner Offiziere ermordet.
Weiß oder rot?
Ein Vergleich antiker Überlieferungen mit Praktiken der Weinbauern Georgiens stellt bisherige Annahmen zur Weinerzeugung der alten Römer in Frage. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Wein war im römischen Reich ein Grundnahrungsmittel, darin sind sich die Gelehrten einig. Überlieferte Texte und archäologische Funde verraten, wie die...
Das Meer in Plutos Unterwelt
Als der sonnenferne Zwergplanet entstand, besaß er nicht nur viel Eis, sondern auch reichlich Wärme für einen Ozean aus Schmelzwasser. Dieses Tiefenmeer existiert vielleicht noch heute. von THORSTEN DAMBECK Am 14. Juli 2015 raste die Raumsonde New Horizons mit dem zehnfachen Tempo einer Gewehrkugel an Pluto vorbei. Es war das...