Lexikon
Monumẹnta Germạniae Histọrica
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Abkürzung MGHlateinisch, „historische Denkmäler Deutschlands“
]die wichtigste Sammlung mittelalterlicher Geschichtsquellen Deutschlands für die Zeit von 500 bis 1500. Zur Herausgabe bildete sich 1819 auf Anregung des Freiherrn vom Stein die Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde. Die wissenschaftliche Leitung lag 1824–1873 bei G. H. Pertz. Nach seinem Ausscheiden wurde die Gesellschaft aufgelöst. An ihre Stelle trat die von den Akademien in Berlin, Wien und München gebildete Zentraldirektion der MGH. Sie wurde 1936 in das Reichsinstitut für ältere deutsche Geschichtskunde umgewandelt. 1946 wurde die Zentraldirektion als Deutsches Institut für Erforschung des Mittelalters neu gegründet (seit 1948 in München). Die MGH bestehen aus 5 Hauptabteilungen: 1. Scriptores (SS., Schriftsteller), 2. Leges (LL., Gesetze), 3. Epistolae (Epp., Briefe), 4. Diplomata (DD., Urkunden), 5. Antiquitates (AA., Altertümer). Die einzelnen Abteilungen wurden verschiedentlich erweitert, z. B. durch die Poetae Latini (lateinische Dichter) und Necrologia (Totenbücher).
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