Lexikon

Pentatọnik

[
die; griechisch, „Fünftönigkeit“
]
Bezeichnung für unterschiedliche musikalische Systeme mit 5 Tönen. Bereits in der Antike bekannt, gehören sie heute noch weltweit zum Bestand der Volksmusik. Die halbtonlose (anhemitonische) Pentatonik wird aus einer Folge von 5 Quinten gewonnen, z. B.:
c–g– d–a– e = c– d– e–g–a
f– c–g– d–a = f–g–a– c– d
Sie besteht aus Ganztönen und Terzen und lässt jeden ihrer Töne als Grundton zu. Hemitonische Pentatonik (mit Halbtönen, z. B. c– d– es–g–as) existiert vor allem in Asien in Form sog. Ausgleichsskalen. Als archaische Grundschicht europäischer Musik spielt die Pentatonik noch im Kinderlied sowie in nordeuropäischer Volksmusik eine wichtige Rolle. In der Kunstmusik erfüllt sie entsprechende Funktionen als die populäre Sphäre charakterisierendes Element, z. B. bei G. Mahler. Im Jazz dient sie als ein Grundmodell zur Entwicklung von Improvisationstechniken.
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