Wissensbibliothek

Brachte die griechische Tonkunst eine Neuerung?

Ja, Griechenland hatte jene Tonleiter »erfunden«, die der abendländischen Musik das Fundament gab. Entscheidend dafür war der Wechsel von der in allen Kulturen üblichen Pentatonik, einer halbtonlosen Fünftonleiter, zur siebenstufigen Tonleiter, der als Abschluss die erste Tonstufe noch einmal folgt, jetzt um eine Oktave versetzt. Abgeleitet wurde dieses neue System aus der viersaitigen Phorminx, einer Kastenleier, deren Umfang eine Quart von c bis f bildet, also einen Tetrachord (Folge von vier Tönen), in den ein Halbtonschritt von e nach f eingebunden ist; als diesem Tetrachord ein zweiter angeschlossen wurde, und zwar mit einem analogen Halbtonschritt, hatte Griechenland die abendländische Musik weiterentwickelt.

Helmstaedter, Natur, Naturstoff
Wissenschaft

Vom Naturstoff zur Arznei

Tiere und Pflanzen sind bis heute die wichtigste Quelle für Arzneien. Naturheilkunde und moderne Medizin stehen sich deshalb viel näher, als es ihr gegensätzliches Image vermuten lässt. von SUSANNE DONNER Dem gefriergetrockneten Leichnam sahen die Forschenden es nicht gleich an: Aber Ötzi war ein kranker Mann. Im Magen entdeckten...

Große_Königslibelle_(Anax_imperator)_im_Flug,_Hessen,_Deutschland
Wissenschaft

Flugkunst im Kleinformat

Die Entwicklungsgeschichte der Fluginsekten und ihre Anpassungen. Von RALF STORK Bei den Vögeln ist die Sache einfach. Das immer gleiche Prinzip 11.000-fach variiert: Es gibt immer zwei Flügel, mit Federn bedeckt, von zwei großen Brustmuskeln angetrieben, die den Vogel durch die Luft oder ausnahmsweise auch durchs Wasser...

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