Lexikon
Polyamịdfaser
durch Polykondensation hergestellte künstliche Faser, in der Hauptsache mit Hexamethylendiamin und Adipinsäure, Hexamethylendiamin und Sebacinsäure, ω-Aminoundecansäure oder ε-Caprolactam als Ausgangsstoff. Die Herstellung richtet sich nach den Ausgangsstoffen. Im Allgemeinen wird das Polymer zunächst in fester Form (Schnitzel) gewonnen (seltener in flüssiger Form direkt den Spinnköpfen zugeführt), vor dem Spinnen geschmolzen (Schmelzspinnverfahren), gefiltert und durch Düsen gedrückt. Die austretenden Fäden werden zur Erzielung der Festigkeit auf das 4- bis 5-fache verstreckt (Molekülorientierung), anschließend geschrumpft und eventuell auf eine gewünschte Länge geschnitten (Stapelfasern). Die Dichte beträgt etwa 1,14–1,15 g/cm3, die Feuchtigkeitsaufnahme im Normklima 3,8– 4,5%. Die Fäden und Fasern sind fest (etwa 45 km Reißlänge bei 20–25% Dehnung), knitterarm und scheuerbeständig, resistent gegen Bakterien, Pilze, Termiten und eine Vielzahl von Chemikalien; sie laden sich leicht elektrostatisch auf, erweichen ab etwa 235 °C und sind färbbar (besonders durch Färben der Schmelze).
Wissenschaft
Wandelbares Glas
Faltbare Handy-Displays, feine Isolierungen auf Mikrochips und Fenster, die sich per Knopfdruck abdunkeln lassen – all das lässt sich aus Glas herstellen. Raffinierte neue Fertigungsmethoden machen es möglich. von FRANK FRICK Ein Mann will sein Auto starten. In diesem Moment fliegt ein Golfball auf die Windschutzscheibe zu. Was...
Wissenschaft
Der Körper trauert mit
Trauer ist kein rein seelisches Phänomen. Der Verlust eines geliebten Menschen wirkt sich auch auf die körperliche Gesundheit der Hinterbliebenen aus. von CLAUDIA CHRISTINE WOLF Ein tragischer Fall macht deutlich, welch gravierende Folgen Trauer haben kann: Tasha Lawson starb im April 2025, nur wenige Tage, nachdem ihr Sohn Tee’...