Lexikon
Reitkunst
eine durch systematische Schulung des Pferdes (besonders Voll- oder Warmblut) erreichte, möglichst vollkommene reiterliche Harmonie zwischen Mensch und Tier. Die Reitkunst entwickelte sich aus der (bereits seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. bekannten) Verwendung von Pferden als Zug- oder Reittiere für die Jagd und besonders für Kriege. Das Trainieren der Pferde hinsichtlich der Schnelligkeit, der Ausdauer und des Gehorsams war deshalb auch in Friedenszeiten notwendig. Das erste bedeutende Buch über die Reitkunst schrieb Xenophon (um 400 v. Chr.). Im Mittelalter wurden Reiterspiele vor allem von den Rittern auf Turnieren geübt, beliebte Kampfspiele waren Buhurt und Tjost. Im 16. Jahrhundert entstanden in Spanien und Italien neue Dressurmethoden, die seit 1729 besonders von der Spanischen Reitschule in Wien und in der französischen Kavallerieschule in Saumur zur höchsten Stufe der Reitkunst, der hohen Schule, entwickelt wurden. – Beim Reitsport wird die Erziehung des Pferdes zu Gehorsam, richtiger Reaktion auf die Hilfen des Reiters und zu einer den jeweiligen Sportarten entsprechenden Leistungsfähigkeit angestrebt; die Sportart, bei der vor allem die Reitkunst geprüft wird, ist die Dressur.
Wissenschaft
Die „Oder-Vergifter“ geben Geheimnisse preis
Im Sommer 2022 machten sie massenweise Fischen und anderen Flussbewohnern den Garaus: Den toxischen Mikroalgen der Oder-Katastrophe haben Forschenden nun ins Erbgut geblickt. Die Sequenzierung des Genoms der Einzeller hat unter anderem die DNA-Bereiche aufgedeckt, die für die Struktur ihres Gifts und damit für dessen...
Wissenschaft
KI ermöglicht tragbares Navi für Blinde
Forschende haben ein tragbares Assistenzsystem entwickelt, das blinden und sehbehinderten Menschen die Navigation erleichtern kann. Es basiert auf einer künstlichen Intelligenz, die die Umgebung des Trägers per Brillen-Kamera überwacht, die visuellen Informationen in akustische Signale und Vibrationen übersetzt und den Träger...