Lexikon
Roosevelt
Außenpolitik im Zeichen des 2. Weltkriegs
Außenpolitisch orientierte sich Roosevelt zunächst in der Lateinamerikapolitik neu (Interventionsverzicht). 1933 nahmen die USA diplomatische Beziehungen zur UdSSR auf. Obwohl Roosevelt aus wahltaktischen Gründen die vom Kongress verabschiedeten Neutralitätsgesetze, die einer weit verbreiteten isolationistischen Haltung Rechnung trugen, unterzeichnete, verfolgte seine Regierung die aggressive Politik der faschistischen Regime in Europa und die japanische militärische Expansion in Asien mit großer Besorgnis. So stellte sich der Präsident in mehreren Friedensappellen gegen eine kriegerische Aggressionspolitik. Nachdem die USA im 2. Weltkrieg zunächst ihre Neutralität erklärt hatten, wurde diese von Roosevelt zugunsten der deutschen Kriegsgegner endgültig mit dem Pacht-und-Leih-Gesetz (Lend Lease System) aufgegeben. Mit dem britischen Premier W. Churchill verkündete er am 14. 8. 1941 die Atlantik-Charta mit Prinzipien einer zukünftigen Weltordnung, die später zur Grundlage der UNO wurden. Der Überfall der Japaner auf Pearl Harbor (7. 12. 1941) führte dann zum US-amerikanischen Kriegseintritt. Roosevelts Kooperation mit Stalin mit dem Ziel, unter Anerkennung der sowjetischen Interessen in einem System kollektiver Sicherheiten friedliche Nachkriegsverhältnisse zu schaffen, blieb umstritten. Kurz vor Kriegsende starb Roosevelt an einem Schlaganfall.
- Einleitung
- Politische Laufbahn
- New Deal
- Außenpolitik im Zeichen des 2. Weltkriegs
Wissenschaft
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